1. Gedichtbeispiel
Der Schwabe
Der Schwabe lebt in Württemberg
Und tut auch dort sein gutes Werk,
baut sein Häusle schafft und schnauft,
überlegt genau, was er sich kauft,
denn sparsam sein ist seine Tugend,
die lebt er schon seit frühester Jugend.
Ein wahrer Gourmet ist der Schwabe,
und besitzt dabei die Gabe,
alles, was er will genießen
mit viel Soße zu begießen.
Der Sonntagsbraten ihm nur schmeckt,
wenn die Spätzle sind bedeckt,
mit dunkler Soße sähmig, zart,
dann streicht er sich über den Bart,
und lobt die Köchin gut und recht,
„des Esse heit isch gar net schlecht!“
Auch die Maultaschen in klarer Brühe,
sind es Wert der ganzen Mühe,
die es braucht um sie zu machen,
man sieht des Schwaben Herzen lachen!
Auch weiß man, dass das Schwabenland,
für seine Weine ist bekannt,
doch trinkt der Schwabe nicht den Wein,
er „schlotzt“ ihn, erst dann schmeckt er fein.
Ein Trollinger schmeckt immer gut,
und tut auch der Gesundheit gut!
Eine weitere Besonderheit,
ist die Sache mit der Sauberkeit.
Die Kehrwoche, die ist famos,
wird man im Schabenlande groß.
Für alle „Reigschmeckte“ jedoch,
bedeutet sie ein großes Joch.
„Warum muss ich für alle putzen?“
Fragt man sich, fängt an zu stutzen?
„Ich wohn doch nur im ersten Stock,
und hab nun wirklich keinen Bock,
mich für alle, die hier mir leben,
auf meine Knie zu begeben,
und die Treppen blank zu schrubben,
bis alle meine Fingerkuppen,
runzlig sind, vor Dreck und Wasser,
ich glaub´ ich wird zum Schwabenhasser!“
Doch fängt ein Schwabe an zu „Schwätzen“,
lernt man ihn ganz schnell sehr schätzen.
Zumindest fängt man an zu lachen,
da sie doch alles ganz klein machen.
„A Viertele, a Fläschle Wein,
a Schätzle und a Häusle klein.“
Des Schwaben Ziele sind bescheiden,
ergötzt er sich an Kleinigkeiten,
ist manchmal brummig und recht eigen,
tut sich eben schwer zu zeigen,
welch großes Herz doch in ihm schlägt,
was ihn im Tiefsten noch bewegt.
Doch bist Du ihm einmal sehr nah,
ist er, wenn es drauf ankommt da!
2. Gedichtbeispiel
The Cheesemaking Experience
Actually, this girl was me,
Wanted to know all about cheese,
So I asked, ‘can I please
Stay on Your farm and see how
Milk, which comes out of the cow
Is turned to cheese and named gubbeen?’
‘cause I was really very keen
to see, what there is to do,
for I didn’t have a clue.
And I realized soon enough,
That this work is really tough.
‘Get the cheese out of the mould,
for it’s our tasty gold,
turn and stick it in the other way!’
I nodded and I said ‘Okay’.
The next thing I thought was ‘Oh god, no!
They are so fast and I’m so slow!’
When I turned one, they turned three,
It was a fascinating thing to see!
But here I was in Irelands West,
Trying eagerly to do my best,
And one thing I could now understand:
This cheese was worth every single cent.
Fishing curd and carrying rags,
Applying on smokeys a layer of wax,
Cleaning and picking, leaping and curing,
It was everything but boring.
Carrying cheeses to the brine bath,
The girls are well-trained worked-out staff.
At the end of every day
I was bathed in sweat and whey,
This work was gonna make me strong
And the girls laughed cheerful all day long.
Now there’s just one thing left to say,
Thank You so much for letting me stay,
Two weeks on Your lovely farm,
With cows, dogs and people full of charm,
It was a really unique time,
With cheese-making, dinner and glasses of wine.
I enjoyed this experience very much,
And I hope, we’ll keep in touch!!