1. Beispiel für ein Gedicht zur Hochzeit
Lola und Jürgen
Im ‚Aschenputtel’ war’s der Schuh,
mit dem der Königssohn,
sein Herzblatt fand und sie im Nu
führte auf den Thron.
So ähnlich war’s bei unserm Brautpaar,
oder vielleicht auch nicht.
Die Geschichte ist jedenfalls wahr,
und klingt wie ein Gedicht.
Ein junger Schlosser aus Soltau,
schliff einen Schlüssel aus purem Gold,
der passte ins Herz einer jungen Frau,
die war so schön und jung und hold.
„Nach dieser Frau will ich nun suchen!“
rief er mit stolzem Mut
und ging gleich los ´nen Flug zu buchen,
mit Leidenschaft im Blut.
Er umreiste bald die halbe Welt,
auf der Suche nach der Liebe;
in Südamerika wurde unser Held,
erlöst von diesem Triebe.
Es war in der Sylvesternacht,
kurz vor zwölf in einer Bar.
Da hatte sie ihn angelacht,
er dachte: „Wow, das ist nicht wahr!“
Er nahm den Schlüssel in die Hand
Und öffnete ihr Herzensschloss,
so dass ihr Herz zu seinem fand,
wie er diesen Moment genoss!
In Lola's Adern mischt sich Blut,
das explosiv erscheint.
Italienisch-brasilianische Liebesglut,
hat sich in ihr vereint.
Der Pfeil von Amor, das ist klar,
hat sie vor ewig langer Zeit,
geführt in diese schöne Bar.
denn auch sie kam her von weit.
Mit ihren beiden Töchterlein,
kam sie aus Kanada,
und wollt’ eigentlich mannlos sein,
bis sie den Jürgen sah!
Und schon bald lebten die vier
In Deutschland, in Soltau,
und nun endlich wird heut` und hier,
Lola Jürgens’ Frau.
Und die Moral von der Geschicht’,
die Liebe, die braucht Mut,
dann taucht sie Dich in goldnes Licht
und zum Schluss wird alles gut!
2. Beispiel für ein Gedicht zur Hochzeit
Kathrin und Carsten
Es war einmal vor knapp fünf Jahren,
da ist Kathrin in den Urlaub gefahren
und merkte bei Sonne und griechischem Wein
„Ja, der Carsten, der ist fein."
Und auch der große Blonde aus Deutschlands Norden,
öffnete seine Herzenspforten,
und so entstand beim ersten Kuss,
ein Paar von besonderem Genuss.
Man stelle sich vor einen Salat
Und damit er nicht schmeckt fad,
ein Dressing der Marke ‚Salat-Frei’
dazu ein Bier oder auch zwei.
Hmm, das klingt doch gar nicht schlecht,
nur Kathrin ist’s vielleicht nicht recht,
denn liebt sie zwar den Brauer sehr,
wenn da nur das Bier nicht wär’.
Den Carsten störte das nie sehr,
so blieb ihm einst vom Haustrunk mehr.
Kathrin ist eine Frau von Tat,
und weiß als solche meistens Rat.
So hält sie sich statt dessen an Wein,
und schenkt ihn sich auch beim Freibierfest ein.
Viel herumgekommen sind die zwei,
als der Urlaub war vorbei,
ging’s zunächst in Deutschlands Norden,
dort ist Carsten Brauer geworden.
Vor 5 Jahren haben sie dann beschlossen,
„Den Norden haben wir lange genug genossen!“,
Das neue Ziel war auch bekann,
Freising, im schönen Bayernland,
wo Carsten gerade noch studiert
und Kathrin bei Frei Prozesse automatisiert.
In ihrer Zukunft schwebt ein Traum
Und der hat zu tun mit Schaum.
Ihr eigenes Bier wollen sie mal brauen,
eine eigene Hausbrauerei aufbauen,
wobei jeder das tut, was er am besten kann,
Carsten steht als Brauer seinen Mann,
und Kathrin, ja ich seh’s genau,
geht auf in der Rolle als Geschäftsfrau.
Und heute haben sie bekannt gegeben,
sie wollen immer zusammen leben,
ganz offiziell mit Ring und Trauschein,
und das feiern sie – mit Bier und mit Wein.
Drum wünsch ich nun dem Hochzeitspaar,
ihr Traum werde recht bald wahr,
viel Glück, hauptsächlich gute Zeiten,
die besten Wünsche mögen sie begleiten,
und ich freu mich schon, wenn ich irgendwann,
einmal ihr eigenes Bier trinken kann.